• Der Wahl-O-Mat vom Bundesamt für politische Bildung ist der Klassiker für Unentschlossene. Schon seit 2002 erarbeiten Experten und Jungwähler anhand der Parteiprogramme eine Liste aus Thesen, die den Parteien zum Beantworten vorgelegt wird. 38 dieser Thesen, die für die Wahl besonders relevant kann man dann mit „stimme zu“, „stimme nicht zu“ oder „neutral“ beantworten. Am Ende entscheidet man sich für maximal acht Parteien, die bei der Auswertung berücksichtigt werden sollen und sieht dann, welcher man inhaltlich am nächsten steht.

  • Politik für die Tinder-Generation: Der pinke WahlSwiper des Start-ups Movact funktioniert ähnlich wie die berühmte Dating-App. Zum Zustimmen der Ablehnen wird gewischt - links bedeutet dabei "Nein", nach rechts wischen heißt "´Ja". Wer also noch unentschlossen ist wo er sein Kreuzchen setzen soll, kann sich durch 30 Fragen zu Themen wie bedingungsloses Grundeinkommen, doppelte Staatsbürgerschaft oder Tempolimit auf der Autobahn klicken und am Ende auf ein Match hoffen. Politik ist eben ein bisschen wie Dating - nicht immer werden die Erwartungen am Ende auch erfüllt.

  • Keine Theorie, sondern Fakten: Die Webseite DeinWal.de arbeitet mit den Ergebnissen vergangener Abstimmungen aus dem Bundestag, basiert also nicht darauf, wie die jeweiligen Parteien abstimmen würden, sondern wie sie bereits zu Themen wie Ehe für alle oder Mindestlohn abgestimmt haben. Da die letzte Legislaturperiode als Grundlage dient, fehlen hier allerdings die Positionen von FDP und AfD.

  • Wem vor allem Themen wie Familie, Flucht, Armut und Pflege im Alter am Herzen liegen, der sollte einen Blick auf den Sozial-O-Mat des deutschen Diakonieverbandes werfen. Hier werden Standpunkte von CDU/CSU, SPD, Grüne, Linke, FDP und AfD miteinander verglichen. Um über die sozialen Folgen politischer Entscheidungen zu informieren, werden neben den üblichen Entscheidungsfragen auch wichtige Fakten geliefert - zum Beispiel, dass bis 2025 mehr als 200.000 Pflegekräfte fehlen werden oder in Deutschland drei Millionen Kinder und Jugendliche in relativer Armut leben.

  • Der Digital-Thesen-Check vom Verein D64 zeigt die Ansichten von CDU/CSU, SPD, Grüne, Linke, FDP und AfD zu Themen wie Automatisierung, Vorratsdatenspeicherung und Netzausbau, ist also vor allem für diejenigen geeignet, die ihre Wahlentscheidung davon abhängig machen, wie sich die Parteien zu Digitalisierung und Netzthemen positionieren. Als Nutzer sollte man allerdings wissen: Die insgesamt 41 Wahlprüfsteine wurden von SPD-Sympathisanten festgelegt, gänzlich unparteiisch geht es hier also nicht zu.